Tag 1 nach dem EmslandRUN – die körperliche Verfassung

30Nov2014

Sport?? Nie wieder. Laufen? Schon gar nicht...

Was ein Abend,was eine Nacht nach dem EmslandRUN...

Wohl behütet und in Decken gehüllt wurden Frauke und ich schnell heim gebracht. Es folgten ein heißes Bad und das allgemeine Auftauen. Erst langsam stieg der Stolz über das Geleistete in mir hoch. Und auch die 100 Kilometer auf dem Rad, bei eisigem Wind sind eine wahnsinnige Leistung. Mein allergrößter Respekt und ein riesen Dank dafür an meine Freundin Frauke!

Dem allgemeinen Glück standen vorher die letzten 30 Kilometer noch im Wege - jeder der live dabei war, hat mitbekommen, dass es mit "laufen" nicht immer viel zu tun hatte. Der Körper war leer, die Muskeln waren schlapp, Sehnen und Bänder schmerzten. Jede Faser sagte: "Höre doch auf, tue es dir nicht weiter an". Aber alle Begleiter wußten, dass sie es waren, die mich durch dieses Tal geführt haben. Es galt das zu beenden, was wir uns vorgenommen hatte - die Werfthalle der Meyer Werft zu erreichen.

Natürlich kann ich nicht von einer Vorbereitung auf diesen Lauf sprechen. Jeder Ultraläufer hielt es für ein riesen Wagnis mit dieser Vorbereitung (nur zweimal bin ich über 40 Kilometer gelaufen) in ein solches Rennen zu gehen. Und auch meine anvisierte Geschwindigkeit hielten viele mir als "verrückt" oder "bekloppt" vor. Aber jeder der mich kennt, wußte "das versucht er". Und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat.

Ich war mit dem kühnen Traum gestartet, jeden Kilometer mit 5 Euro verkaufen zu können. D.h. bei Spendenhöhen von 5 Euro wären wir auf ca. 500 Euro gekommen. Jedoch haben wir diese Zahl bei weitem übertroffen (die genaue Summe werden wir im Laufe der kommenden Woche bekannt gegeben, da wir neben Paypal auch die Überweisung aufgenommen haben). Das beudeutet, dass wir den Krebsfonds mit einer tollen Spende unterstützen können. Das allein macht mich wahnsinnig stolz. Das war der Antrieb meinen Teil zu dem Projekt beizutragen.

Jetzt heißt es erst einmal die "Wunden lecken"; wieder auf die Beine kommen und den EmslandRUN sacken lassen. Ich denke, dass ich seit meinem 12 Lebensmonat nie wieder einen Tag hatte, an dem ich so wenige Schritte gemacht habe wie heute. Die Treppe, jedes Aufstehen, jede Bewegung ist eine neue Herausforderung. Der härteste Tag in meinen Laufleben hat Spuren hinterlassen. Ich hoffe morgen gehts besser.

Dann steht in den kommenden Tagen auch noch die Verlosung meines JAKO EmslandRUN Lauf-Shirt von der Firma Sport Höfer aus Meppen an. Unter allen Spendern wird dieses grüne Shirt, welches ich durchs Emsland getragen habe verlost (gewaschen ist es schon).

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Herzlich bedanken möchte ich mich auf für den Film zum Lauf von Carsten Nitze. Zu meinem Glück hat die Technik später bei der Kälte versagt, sodass die sehr laaangsamen Bewegungen auf dem letzten Teilstück nicht festgehalten werden konnten.

Hier gehts zum Film (Youtube):

emslandrun_youtube

Und via Facebook:

Emsalandrun_vid

Damit geht das Wochenende erst einmal zu Ende. Ein anstrengendes für alle Beteiligten.